cdcover2Lieder aus: „heute und morgen“:
Infos und Hörbeispiele

Gestern und Heute    mpklein

Das Lied ist eine Auftragskomposition. Es entstand zur 1200-Jahr-Feier des Bistums Münster. Franz-Thomas Sonka hatte den Text an Hand von Vorgaben und Wünschen aus Vorbereitungsgremien geschrieben. Den letzten Schliff und das musikalische Kleid bekam das Lied dann in der Oase Steinerskirchen, wo wir ein paar Tage zusammen daran „gebastelt“ hatten. Ulrich Grimpe, der Chef der Kirchenmusik im Bistum Münster gab sein „o.k.“, und so war „Gestern und Heute“ während der Jubiläumsfeierlichkeiten und darüber hinaus das Motto-Lied, das viele tausend Gläubige mit Begeisterung sangen.
Ich mag dieses Lied, weil es eine große Zuversicht in Gottes begleitende Liebe ausstrahlt.

 

Mit Jesus auf dem Weg    mpklein

Das Lied entstand zur „Heilig-Rock-Wallfahrt“ nach Trier im Jahr 1996. Falls jemandem dieser „Rock“ nicht geläufig ist: Im Trierer Dom wird das ungeteilte Gewand Jesu, der sog. „Heilige Rock“ aufbewahrt. Es handelt sich dabei um eine Tuchreliquie aus der Zeit, wo nicht nur Rom die Hauptstadt des römischen Reiches war. Kaiser Konstantin und seine Mutter Helena waren oft in Trier, und so kam auch dieses besondere Kleidungsstück hierhin.
Ich wurde gebeten, einen Vorschlag für ein Wallfahrtslied zu machen. Mir war erst einmal wichtig, dass die Verantwortlichen sich zunächst um einen sachkundigen Texter bemühten. Der wurde auch gefunden: Josef Stiren, ein Priester des Bistums Trier, zu der Zeit schon ein älterer Herr. Wir hatten oft telefoniert und inhaltlich wie metrisch lange diskutiert, bis der Text so war, wie er nun im Lied vorliegt.
Josef Stiren ist leider verstorben, hat aber mit „unserem“ Lied seiner Diözese eine tiefgläubige und wunderbare Erinnerung hinterlassen.

Ehre sei Gott in der Höhe   mpklein  

Was das eigentlich heißt, darüber hat Franz-Josef Ruwe sich Gedanken gemacht: Wie das aussehen kann, und wie sich dieses „ehren“ auswirken müßte im Alltag.
Franz-Josef gehört zu den Textern Neuer Geistlicher Lieder, die niemals mit platten oder abgegriffenen Glaubensparolen daher kommen. Ich bin froh, dass ich ihm einen langjährigen Freund und Mitarbeiter habe, der die Welt des Glaubens kritisch und überzeugt zugleich bearbeitet. „Ehre sei Gott...“ ist somit ein Lied zum Nachdenken und Loben!
Wenn uns einiges von dem gelingt, was in den Strophen bedacht und besungen wird, dann fühlt sich unser Gott mit Sicherheit „geehrt“! Ehre sei Gott!


Ich glaube an Gott    mpklein

Heilig   mpklein

Manchmal wird der Vorwurf erhoben, daß Neue Geistliche Lieder nicht die offiziellen Mess-Texte (das Ordinarium) besingen, sondern höchstens das umschreiben, um was es geht. Manche Liturgen sind der Meinung, daß so nicht in rechter Weise die Eucharistie gefeiert werden kann.
Mit diesem Problem oder dieser Sichtweise werden wir zunehmend konfrontiert werden. Da werden es auch Lieder schwer haben, die unsere Großeltern schon gerne und voller Glaubensüberzeugung gesungen haben. (z.B. „Heilig ist Gott in Herrlichkeit.“).
Mit dem Apostolischen Glaubensbekenntnis „Ich glaube an Gott“ und dem Kanon „Heilig“ komme ich der Sorge der Katholischen Kirche entgegen: der Text ist – ohne Wortspiele oder Veränderungen – die getreue deutsche Übersetzung bzw. Fassung des lateinischen Ordinarium.
Ich wollte ein „Credo“ und ein „Sanctus“ schreiben, wo niemand etwas auszusetzen hat; und: die Lieder sollten mit Freude und einem Gefühl von Lebendigkeit gesungen werden. Ich denke, es hat funktioniert.
Bezüglich des „Heilig“ freue ich mich, dass es Daniel A. Schmidt gelungen ist, diesen Lobgesang in ein farbenfrohes Kleid „mit HipHop-Anklängen“ zu packen.

Hochgebet     mpklein

Ein Highlight der katholischen Jugendarbeit im Bistum Münster sind alljährlich die Kar- und Ostertage auf der Jugendburg Gemen, der diözesanen Jugendbildungsstätte. Es war der dringende Wunsch des damaligen Jugendseelsorgers Clemens Betting, in der Osternacht einmal ein Hochgebet singen zu können, wo die feiernde Gemeinde mit beteiligt ist, und wo alle wieder neu und aufmerksam hin hören.
Dieser Bitte entsprechend hatte ich das Hochgebet „Jesus, der Bruder aller“ in der vorliegenden Form vertont.
... Bei dem Osterfest auf der Jugendburg ist der Gesang nicht stehen geblieben; das Hochgebet wird weiter gesungen: in Pfarreien und Studentengemeinden, in Domen und auf Festplätzen und auch in unseren Wohnzimmern, da es schon mehrmals beim ZDF-Fernsehgottesdienst zu hören war. Ich gestehe: jedes mal, wenn ich dieses zentrale Gebet selbst in einer Hl. Messe singen kann, bin ich berührt und dankbar für das große Geschenk der Musik und für die Gedanken, die ich damals hatte.

Möge Gott deinen Weg begleiten    mpklein

Mit diesem Titel ist vor einigen Jahren im Verlag Butzon & Bercker ein Buch mit Segensgebeten erschienen. Ich war eingeladen – inspiriert von Texten altirischer Gebete – eine Sammlung zusammenzustellen, die auch eigene „Werke“ enthielt. Das Besondere an diesem Buch ist, daß ein herausnehmbares Bronze-Kreuz eingearbeitet ist.
Als Leit-Motiv ging mir dieser Segenstext nicht mehr aus dem Sinn, und so ist nach und nach eine Melodie gewachsen, die diesen Segen zu etwas Besonderem macht. Gottes Segen und seine liebende Nähe wünsche ich allen, die meine Lieder hören, singen, nachspielen und ... beten. Deswegen ist zum Abschluss der CD „heute und morgen“ dieses Segenslied zu hören.

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Lieder aus der CD “von herzen”

Auf dem Weg   mpklein 

Vor dem Weltjugendtag in Deutschland wurde das Weltjugendtagskreuz von Dresden nach Köln getragen. Eine Etappe hatte ich zusammen mit Sr. Birgit Holtik FMA für die AGJPO (Arbeitsgemeinschaft Jugendpastoral der Jugend) geleitet.
Der Weg mit den jungen Leuten (vor allem aus dem Ruhrgebiet und aus Bayern) und immer neuen „Gästen“ wurde für uns alle eine der wichtigsten und tiefsten Erfahrungen des ganzen Weltjugendtagsgeschehens. Das Lied „Auf dem Weg“ erzählt davon, was einem Pilger alles passieren kann auf der Wanderschaft, und wie es unterwegs zu positiven Veränderungen kommen kann...


Gerechtigkeit vor Gottes Angesicht   mpklein

Unter diesem Motto stand 2006 der 96. Katholikentag in Saarbrücken. Im Vorfeld gab es einen Wettbewerb für Texter und Komponisten Neuer Geistlicher Lieder, um ein Motto-Lied zu finden. Auch wenn mein Beitrag die Jury nicht überzeugen konnte: es bleibt für mich ein gelungenes Lied, das beschreibt, was bei einem solchen Treffen engagierte Christen alles erleben können, und wie die Vision von Gottes Gerechtigkeit unter den Menschen Wirklichkeit werden könnte.

Strampelschatz    mpklein

Dieses Tauflied hat einen konkreten Hintergrund: Der Textdichter Franz-Josef Ruwe und seine Frau Monika wurden Eltern, und ich durfte Patenonkel des Töchterchens Theresa werden. Für sie haben wir dann dieses Lied geschrieben und es ihr zur Taufe vorgesungen. Franz-Josef ist es gelungen, wunderbare Gedanken zur Taufe zusammen zu stellen. Wer sich in dieses Lied hinein hört, kann etwas von dem Charme Gottes erahnen, der im Sakrament der Taufe zum Ausdruck kommt!

Mutter Courage    mpklein

1993 hatten Franz-Josef Ruwe und ich mit dem Rock-Historical „monasteria“ die Stadt- und Kirchengeschichte Münsters auf die Bühne gebracht. Jedes markante Stück Zeitgeschichte wurde erwähnt und besungen, so auch die Zeit in und nach dem 2 . Weltkrieg. Das Lied erinnert an tausende couragierter Frauen, die unser großenteils zerbombtes Land wieder aufgebaut haben. Mit „Mutter Courage“ sage ich voller Achtung und Respekt allen Trümmerfrauen „Dankeschön!“.

Trauergesang    mpklein

Viele Lieder, die wir anläßlich eines Trauergottesdienstes oder beim Totengebet singen, treffen bei weitem nicht das, was betroffene Menschen in diesen Zeiten denken und empfinden. Viele Texte kommen zusätzlich noch so „schuld- und sühnebeladen“ daher, dass die Hoffnung auf ewiges Leben und das Vertrauen in die Liebe Gottes kaum noch zu spüren sind. Mit diesem Lied versuche ich der Trauer eine Stimme zu geben. Die Klage macht sich jedoch fest in Gott, der gerade im Tod unsere Hoffnung und unser Halt sein will.

Von Hand zu Hand    mpklein

Von Hand zu Hand“ – so wird das Weltjugendtagskreuz durch die Länder der Erde weiter gereicht. Davon erzählt dieses Lied. An vielen Orten wurde und wird dieses Kreuz zu einem Kristallisationspunkt des Glaubens; es bringt Menschen unterschiedlicher Hautfarbe und Sprache miteinander in Kontakt und lädt ein zu Gebet und Meditation. Das Lied lädt bewusst schwungvoll ein, das Kreuz als Segens- und Heilszeichen zu achten und zu ehren.

Wir sind gekommen, um ihn anzubeten   mpklein

Bei den 3 grossen Eröffnungsgottediensten zum Weltjugendtag in Deutschland wurde dieses Lied zum Einzug gesungen. Darüber hatte ich mich sehr gefreut. Im Kölner Stadion durfte ich es live miterleben. Jedoch ist es den Verantwortlichen für die musikalische Gestaltung nicht so ganz gelungen, meine Idee umzusetzen...
Um so mehr freue ich mich, dass es nun auf der CD endlich so klingt, wie ich es mir gedacht hatte.

Sein ist die Zeit   mpklein

Das Eröffnungslied zum 94. Katholikentag in Hamburg (2002) hatte damals viele Menschen begeistert. Inhaltlich bietet es reichlich Material, um über die Gestaltung und Nutzung der uns zur Verfügung stehenden Zeit nachzudenken. Unsere Zeit, das ist Kommen und Gehen, Werden und Vergehen, Gestalten und Genießen,...
Die Musik will freudig stimmen und mit reissen. Thomas Zander spielt hier einmal nicht für Roger Cicero, sondern für „Gottes Zeit“ ein hervorragendes Saxophon.

 

 


 

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